Christchurch

Heute ging es, wie gestern schon geschrieben, für uns nach Christchurch, um uns die Stadt ein wenig anzuschauen.
Zuerst waren wir aber mal wieder in einer Library, unser neuer Lieblingsplatz. 🙂
Danach sind wir dann ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben uns umgesehen.
Man muss aber echt sagen, dass Christchurch wirklich hässlich ist. Durch das Erdbeben wurde so viel zerstört, sodass Christchurch eigentlich einfach nur eine große Baustelle ist und fast jedes zweite Gebäude kaputt ist oder gerade wieder aufgebaut wird.

Von vorne sieht diese Kirche ja wirklich schön aus…
…aber von hinten ist sie leider komplett zerstört und soweit wir wissen, wird sie auch nicht wieder aufgebaut, da man Angst hat, dass sie komplett zusammenbrechen könnte, sobald man irgendetwas daran machen würde.
Dieses Haus kann nur noch dank der davorstehenden Container aufrecht gehalten werden, ansonsten würde es zur Seite umfallen.

Einen schönen Ort haben wir dann aber doch noch gefunden, nämlich den Botanischen Garten.

Riesen Gingobaum 🙂

Auf dem Rückweg zu unserem Auto sind wir dann noch zufällig, durch eine Art Containerstadt gekommen, wo wie der Name schon sagt, alle möglichen Geschäfte in Containern waren. Keine schlechte Idee, die gehen bei einem Erdbeben wenigstens nicht kaputt!

Auswirkungen des Erdbebens

Heute morgen mussten wir leider feststellen, dass unser eigentlicher Plan heute nach Kaikoura zu fahren, nicht aufgeht, weil die einzige Straße die dorthin führt aufgrund des Erdbebens komplett gesperrt ist.

Also musste schnell ein Plan B her.
Nur leider ist die Südinsel noch dünner besiedelt als die Nordinsel, sodass zwischen den Städten große Strecken liegen. Wir beschlossen dann einfach, so lange wie wir Lust haben, Richtung Christchurch zu fahren. (Einen kompletten Umweg, weil die eigentlich Strecke auch durch Kaikoura führt)

Auf unserem Weg mussten wir feststellen, dass die Auswirkungen des Erdbebens schon sehr gravierend sind, denn sogar weiter entfernte Straßen weisen enorme Schäden auf und ungefähr an jeder Straße werden Reperaturen vorgenommen, sodass man meist nur sehr langsam voran kommt.

Nach ca 2 1/2 Stunden Fahrt haben wir dann eine Pause am Lake Rotoroa (nicht zu verwechseln mit dem Lake Rotorua, bei dem wir auf der Nordinsel waren; kreativ waren die Neuseeländer ja nicht bei der Namensgebung 🙂 ). Da wir dort aber fast von den gefühlt tausenden Sandflys aufgefressen worden sind, haben wir es nicht lange ausgehalten, auch wenn es wirklich wunderschön war.

Danach sind wir noch ein gutes Stück bis kurz vor (um die 70km) Christchurch weitergefahren und morgen werden wir dann mal die Stadt besichtigen.

Blenheim

Weiter ging es heute nach Blenheim. Dort haben wir den Wither Hills Farm – Track gemacht. Insgesamt sind wir ca. 2 1/2 Stunden gelaufen, waren an einem Lookout und haben viele Schafe gesehen, die uns oft den Weg versprerrt haben.
Von unseren Fotoshootings waren sie aber nicht so begeistert. 🙂

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Heute ist es richtig warm, aber ab und zu kommt ein richtig starker Windstoß, der auch bei unserer Brotzeitpause nach unserer kleinen Wanderung unsere gesamten Sachen weggeweht hat.

Danach ging es noch in die Library, um unsere Sachen zu laden und natürlich zu allen vorherigen Beiträgen endlich mal die Bilder hochzuladen. Da wir meist die günstigsten Campingplätze nehmen, gibt es nämlich dort meist keinen Strom und erst recht kein Internet.

Ab auf die Südinsel

Heute wurden wir wieder einmal unsanft geweckt, weil unser Wecker um 5 Uhr geklingelt hat.
Da wir Arm und zu geizig sind, haben wir uns gestern wieder einen günstigen Campingplatz gesucht, der aber nicht direkt in Wellington war. Deshalb mussten wir so früh aufstehen, damit wir pünktlich um 7 Uhr an der Fähre waren, die uns heute auf die Südinsel gebracht hat.

Nachdem wir mit unserem Van eingecheckt hatten und ihn auf dem Parkdeck abgestellt hatten, ging es für uns unters Deck. Zwischenzeitlich hatte man zwar eine schöne Aussicht, aber ansonsten fanden wir die Fahrt beide nicht so berauschend. Es war viel zu kalt, auch wenn man drinnen saß, und das Schaukeln hat uns beiden etwas auf den Magen geschlagen.

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Um 11:30 Uhr hat die Fähre dann in Picton angelegt.
Von dort aus sind wir ein Stück weiter am Hafen gefahren und haben dort unser Auto abgestellt. Von hier aus haben wir uns dann 2 Stunden zu Fuß durch den Hafen auf den Weg gemacht. Zuerst ging es dann in eine etwas abgelegene Bucht (Bobs Bay) und danach bergauf zum Harbour View. Endlich mal wieder etwas Bewegung, nachdem wir wirklich viel im Auto sitzen, hat wirklich gut getan.

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Danach waren wir aber, dadurch dass wir heute so früh aufgestanden sind, extrem müde. Also sind wir zu einem Campingplatz gefahren und haben einen „kleinen“ Mittagsschlaf gemacht und ein bisschen gelesen.
Wir waren echt froh im Auto zu liegen, weil seit dem nachmittag hier ein richtig Sturm ist, der auch extrem kalt ist.
Gerade mussten wir uns aber aus dem warmen Auto raustrauen, weil wir so Hunger hatte. 🙂
Beim Eier kochen ist unser Gaskocher leider kaputt gegangen (der Anschalter hält nicht mehr unten). Deswegen sitze ich jetzt die ganze Zeit da und halte den Knopf nach unten. 🙂

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Wellington

Nach dem Frühstück sind wir heute gleich wieder weiter gefahren. Unser erstes Ziel war der Berg mit dem längsten Namen der Welt.

Der Berg heißt „Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu“ was so viel bedeutet wie „The brow of a hill where Tamatea, the man with the big knees, who slid, climed and swallowed mountains, known as land eater, played his flute to his brother“. Das ganze hätte man auch kürzer sagen können. 🙂
Im Reiseführer steht es richtig, es ist ein kleiner nicht vielsagender Hügel im nirgendwo. Trotzdem war es ganz cool, das ganze mal gesehen zu haben.

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Anschließend ging es dann nach Wellington, wo wir als allererstes zur Brezelmania Bäckerei gefahren sind. Eine der Sachen die wir wirklich aus Deutschland vermissen ist gutes deutsches Brot!! Deswegen haben wir uns dort eine Laugenstange gekauft! Nach über 3 Monaten nur Toast war das was richtig besonderes. 🙂

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Danach sind wir auf den Mount Victoria gegangen, von wo aus man über ganz Wellington, seinen Hafen und den Flughafen blicken kann.

Da heute die Sonne geschienen hat, war die Aussicht richtig schön.

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Anschließend haben wir uns wieder den günstigsten Campingplatz, den wir finden konnten, gesucht und haben dort gekocht und uns mit anderen Reisenden unterhalten, die die gesamte Strecke von Cape Reinga bis Wellington gelaufen sind.